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Zebras sind Geschichte

Sie sind tapsig unterwegs und schleppen ständig ein Nuschi mit sich herum. Du guckst deinem Mädchen zu und denkst, dass es noch ewig dauert, bis sie gross wird. Aber dreimal Blinzeln und vor dir steht weder Fisch noch Vogel – irgendetwas dazwischen mit Zahnspange, Handy in der Hand und einem unendlichen Repertoire an genervtem Augenrollen.

Zebras sind Geschichte
Silvia Jauch
08.05.21

Wie schnell die Zeit vergeht, erkennt man eins zu eins, wenn man sein Kind betrachtest. Und das Wunderlichste überhaupt ist, zu sehen, wie sich dein kleines Mädchen in eine Art vorpubertierenden Teenager entwickelt und dich als Mutter ganz schön spiessig empfindet.


Letztes Jahr wollte sie vor dem ersten Tanzunterricht nicht mal meine Hand loslassen und jetzt kann sie bereits diskret den Kopf wegdrehen, wenn ich mit letzter Hoffnung versuche, ihr einen Kuss in der Öffentlichkeit aufzudrücken.


Ich weiss noch, wie aussergewöhnlich das Gefühl war, als mir zum ersten Mal von meiner Mutter zum Muttertag gratuliert wurde. Mein Knirps war damals gerade sieben Monate alt geworden und machte diesen Tag für mich unglaublich bedeutungsvoll. Mir wurde damals bewusst, dass meine Mutter bereits zum 30. Mal ihren Muttertag feierte und ich hingegen erst ganz am Anfang einer grossartigen und etwas chaotischen Reise voller Wunder stand. Aber zu diesem Zeitpunkt hing mir mein Mädchen noch wortwörtlich am Rockzipfel und strahlte mich fast durchgehend an. Wie schnell sich das doch ändern würde, war mir damals Gott sei Dank nicht bewusst – dafür umso mehr, als es so weit war und ich für jedes strenge Wort oder peinliches Mama-Verhalten mit einem stechenden Blick bedacht wurde. Aber wie schon erwähnt, es blieb nicht nur beim stechenden Blick, sondern es gesellte sich kurze Zeit später das fast schon akrobatische Augenrollen dazu – alles andere als ein strahlender Knirps. Meine einzige Chance, mich dagegen zu wehren war, nicht mehr ein sanft gehauchtes, pädagogisch korrektes «Nein» mitsamt einer ausführlichen Erklärung, sondern das geheime Wissen von dem WLAN-Passwort. Man muss sich schliesslich zu helfen wissen!


Aber es kommt dann auf einmal zu einer anderen Art der Mutter-Tochter-Beziehung. Anstatt dass mir das kleine Mädchen auf den Schoss kriecht und an meinen Ohrringen rumreisst, fragt sie mich etwas verlegen, ab wann man sich denn so in etwa die Haare färben darf oder wie man sich erwachsener kleiden könnte. Ich lasse mir meine Verwunderung nicht anmerken und antworte ihr auf eine möglichst nicht spiessige Art, als ob ich das schon seit Jahren tun würde. Denn wehe, liebe Eltern, wenn ihr in dem Moment «Jööööh!» ruft, wenn sie deinen Blazer anprobiert – dann hast du verloren und sie straft dich mit einem eisigen Blick ab, den sie erst seit Kurzem beherrscht, aber sofort perfektioniert hat – Elsa von «Frozen» kann einpacken.

Silvia Jauch
Unterwäsche
Schuhe

Und der Klassiker unter den vielen neuen Meilensteinen des Staunens ist sicherlich die erste ernsthafte Frage über ein Kleidungsstück, dass nur uns Frauen gewidmet ist: der BH. Und da stellen sich mit einem Schlag viele Fragen: Wann ist der richtige Zeitpunkt, um den ersten BH zu kaufen? Geht es um den Wunsch, sich zu bedecken oder braucht die Brust bereits Support für den Sport? Worauf sollte man dabei achten? Und welche Art BH eignet sich? Oder sollte es doch besser ein Top sein? Und ganz wichtig: Was hat sich verändert seit dem Zeitpunkt, als ich meinen ersten BH kaufte? Viel! Und genau das muss ich berücksichtigen, denn was für mich damals total super war, ist heute uralter Schnee von gestern.


Unsere Beziehung zu unseren Brüsten hat sich Gott sei Dank um 180 Grad verändert in den letzten Jahren. Als ich ein Teenager war, ging es leider hauptsächlich darum, die Brüste zu pushen, in Form zu bringen und keinesfalls Brustwarzen erahnen zu können. Also eigentlich sollte man die eigene Brust deutlich zur Schau stellen, aber nur anhand klischeehafter Kriterien. Als Teenager fügte ich mich dem Druck und hinterfragte nur sehr selten, warum meine Brüste zusammen- und hochgedrückt werden sollten, und die Frage nach dem Komfort stellte ich mir leider nicht. Brüste hatten einen optischen Zweck zu erfüllen – wie traurig.


Wenn ich heute meinen Blick bei Beldona herumschweifen lasse, bin ich begeistert. Und zwar nicht nur, weil die Designs mein Frauenherz höherschlagen lassen, sondern weil es inzwischen eine riesige Artenvielfalt von BHs gibt, um unseren unterschiedlich natürlich geformten Brüsten gerecht zu werden. Der BH muss sich der Brust anpassen – nicht umgekehrt, und Komfort kommt an erster Stelle. Diese Veränderung ist ein grosses Statement für uns Frauen und eine Liebeserklärung an unsere individuelle Weiblichkeit. Aber genau deswegen ist es auch nicht mehr ganz so einfach, den passenden ersten BH oder das passende Top zu finden.


Meine Tochter darf immer mal wieder mit zu Beldona und wollte nach meiner letzten Anprobe von mir wissen, warum es so viele unterschiedliche Formen gibt und welche sie dann mal tragen sollte. Spätestens jetzt muss man als Eltern möglichst locker wirken und keinesfalls vor Stolz platzen, weil der Knirps nun langsam zur Frau heranwächst – besonders dann nicht, wenn man zusammen im Fachgeschäft für Unterwäsche steht und deine Tochter etwas verlegen den Blick umherschweifen lässt. Ja, das muss besonders ich noch üben. Ich bin genau die Art Mutter, die am liebsten eine Selflove-BH-Party veranstalten würde, um den besonderen Moment und alle unterschiedlich geformten Brüste zu feiern. Aber was ich ganz sicher weiss, ist, dass mich dann der ewig eisige Blick strafen wird – und ich meine damit nicht die Art wie in «Frozen» Teil 1, als Elsa ihr Schloss baut, sondern eher à la Sophie Marceau in «La Boum» («Die Fete»), wenn die Eltern auf der Bildfläche erscheinen.


Aber was ich inzwischen weiss, ist, dass ich nicht überall den Lead übernehmen muss, wenn es um die Entwicklung mit all den Veränderungen bei meinem Sprössling geht (auch wenn es mir manchmal schwerfällt). 

Selflove-Bh-Party - Für Mutter & Tochter

Für den perfekten ersten BH gibt es grossartige Beraterinnen bei Beldona und die übernehmen in diesem Fall den Lead mit viel Fingerspitzengefühl und Fachwissen. Was mir bleibt, ist das Vertrauen, das mir meine Tochter schenkt, indem sie sich getraut, mit mir über ein solches Thema (und hoffentlich noch viele weitere) zu sprechen und mich teilhaben lässt an ihrer Verwandlung in eine junge Frau.


Für die Mutter

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