Positives mindset

Bald fast so berühmt wie die «3 Worte» sind diese 4: DU MUSST POSITIV DENKEN
So leicht sie auch über die Lippen gehen, ganz so einfach wird man diesem gut gemeinten Ratschlag dann doch nicht gerecht. Wäre es so simpel, hätten sich wohl kaum Wörter wie Kraftorte, Energiequellen, mentale Stärke, usw. in unseren Sprachgebrauch etabliert.
«du musst positiv denken» - braucht es denn wirklich nur eine Tonspur?

Ein innerer Monolog, Predigten und Glaubenssätze reichen mir nicht. Ich brauche Kraftorte, die Liebe von Menschen und Tieren, und Momente, in denen ich mich spüre. Seit meiner Krebsdiagnose bin ich bewusst auf der Suche nach allem, dass mir Kraft schenkt, woran ich mich «aufladen» kann, und bin zugleich auf der Hut vor Energie- und Zeitfressern.

Auf der Reise in mein inneres Selbst bin ich schon allerhand Emotionen begegnet, die ich über die Jahre mit bestimmten Tätigkeiten verknüpft habe, wie etwa das Gefühl der Zufriedenheit im Leistungssport (Triathlon), der Allmächtigkeit am Gipfel eines Berges, der tiefen Vertrautheit am Rücken meines Pferdes Rio, der Vollkommenheit in Wäldern, der Geborgenheit unter Freunden und Familie, Menschen eine Freude zu machen, der Reinheit, wenn Kinder lachen, der endlosen Freiheit beim Fliegen, und der einkehrenden Ruhe beim Anblick von Gewässern.
Vor allem am Wochenende freue ich mich schon beim Aufwachen auf den bevorstehenden Tag. Üblicherweise nehme ich mir Zeit zum Frühstücken, um in den Tag zu starten. Dabei geniesse ich meinen ersten Kaffee, höre Musik und gebe beim Zeichnen meinen Gedanken freien Lauf. Einer meiner nächstgelegenen Kraftorte ist ein kleiner Wald in Adliswil. Schon am Weg dorthin begleiten mich Vogelgezwitscher und Frischluft, bis sich die ersten Bäume zeigen. Ich habe die Angewohnheit immer besonders tief zu atmen, sobald ich von Grünem umgeben bin, und manchmal schliessen sich sogar meine Augen und es entkommt mir ein zufriedenes Seufzen. Das leise Rauschen der Blätter verführt mich oft dazu meine Yogamatte an schattigen Plätzen auszurollen. Es hat etwas Heilendes, seinen Körper im Wald zu entspannen.


UND WENN MAL NICHT ALLES «FRIEDE, FREUDE, EIERKUCHEN» IST UND MICH SORGEN PLAGEN, DANN VERHARRE ICH NICHT IN DIESER STIMMUNG, SONDERN BESCHÄFTIGE MICH MIT DER LÖSUNGSFINDUNG.

Aber auch an lauteren Orten fühle ich mich wohl. Menschen zu beobachten, wie sie sich begrüssen, sie lachen zu sehen, ihnen den Genuss beim Anbiss eines leckeren Essens anzusehen oder das Schliessen ihrer Augen, wenn sie sich umarmen. Dafür lohnt sich ein Besuch in meinem Lieblings Café Babu, mal ganz abgesehen von den Köstlichkeiten, die ich als Naschkatze einfach nicht übersehen kann.

Das Flanieren durch die Strassen von Zürich bietet sich vor allem im Frühling bestens an die Seele baumeln zu lassen. Dabei denke ich mir oft, wie viele Menschen hier wohl schon über ihr Leben nachgedacht haben, genau hier an diesem Fleck der Erde? Wie viele Entschlüsse gefasst, wie viele Jobs gedanklich angenommen/gekündigt, wie viele Ideen geboren, wie oft die Liebe gestanden und wie oft neuer Mut geschöpft?

Natürlich könnte ich mir auch den Kopf darüber zerbrechen, wie viele Ehen zu Bruch gegangen sind, wie oft Menschen hier schon untreu waren, und wie oft Handtaschen gestohlen wurden. Aber warum sollte ich? Positives Gedankengut hat auch etwas mit persönlicher Einstellung zu tun. Aber auch die eigene Wortwahl und Sprache beeinflussen unsere Denkmuster. Je älter ich werde, desto weniger halte ich Schwarzmalerei, chronische Pessimisten und grundlose Jammerei aus. Eine meiner Denkstrategien ist es, schlechte mit guten Gedanken zu ersetzen – und das lässt sich sogar trainieren.
Inspiration für neue Gedanken finde ich häufig in Büchern. Ich mag den Geruch von alten Büchern, vergilbtem Papier, und wenn der Buchrücken auch noch knatscht, dann bin ich mit allen Sinnen dabei. Ob es nun Biografien, fesselnde Krimis, Fantasiegeschichten oder Poesie-Alben sind, ich lese für mein Leben gerne. Man durchlebt die Geschichten, stellt sich die Szenerie vor, überlegt sich den Ausgang oder denkt über die Wahrheit in Gedichten nach.

Und wenn mal nicht alles «Friede, Freude, Eierkuchen» ist und mich Sorgen plagen, dann verharre ich nicht in dieser Stimmung, sondern beschäftige mich mit der Lösungsfindung. Falls notwendig tanke ich Energie an einem meiner Kraftorte. Zwar habe ich meinen inneren Schalter auf «positiv» gestellt, dennoch lebe nicht illusorisch und glaube, dass ich deswegen nie wieder traurig, ängstlich, verletzt oder einsam sein werde. Das darf es alles geben – wichtig ist nur, dass man Dinge im Leben findet, die wieder einen gesunden Ausgleich herstellen.

Die eigene mentale Stärke zu entdecken und noch tiefer zu erforschen ist spannend und fühlt sich als lebenslange Reise an.
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